„An apple a day keeps the doctor away“

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Diese auch bei uns sehr bekannte englische Sprichwort enthält viel Wahrheit. Äpfel wirken im Organismus basisch. Unsere Körperzellen, und dazu gehören natürlich auch die Gehirnzellen benötigen ein leicht basisches Milieu um ungehindert Informationsaustausch betreiben und Nährstoffe zum Bestimmungsort und Abfallstoffe hinaus befördern zu können. Mit einem regelmäßig durchgeführten Apfeltag kann unser Organismus gezielt stimuliert und gekräftigt, das Verdauungssystem positiv beeinflusst werden.

Der Apfeltag ist eine ebenso einfache wie natürliche Methode, den Darm regelmäßig zu entgiften, was in unserer heutigen Zeit, in der wir täglich große Mengen an Umweltgiften zu uns nehmen eine enorme Bedeutung erlangt.

Vorgehensweise:

Vormittags werden 2 rohe, ungespritzte Äpfel mit Schale gut gekaut. Statt des Mittagessens wird warmer Apfelschalentee mit Honig gesüßt, getrunken. Herstellung des Apfelschalentees:

1-2 Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Apfelschalen mit 250ml kochendem Wasser übergießen und 10-15min zugedeckt ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Ca 2h später werden wieder 4 ungeschälte rohe Äpfel gegessen.
15h und 17h wird ein Glas Apfelsaft getrunken. Abends wird ein Teller rohes, leicht angewärmtes Apfelmus gegessen, mit einem Teel Honig gesüßt.

Warum wirkt der Apfel so positiv auf das Verdauungssystem?

Das im Apfel enthaltene Pektin ist ein wasserlöslicher Ballaststoff. Es fördert gleichzeitig die Verdauung und hemmt Entzündungen. Pektin ist eine natürliche Klebesubstanz. Es vermag Giftstoffe im Darm zu binden und die Gefäße zu schützen. Weiter hat Pektin eine gerinnungsfördernde Wirkung.

In Johannes Winter „Heilsame Früchte und Kräutertees“ liest man, dass der monatliche Apfeltag bei Erkrankungen, die auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen sind wie Rheuma, Gicht, Stoffwechselleiden, Arteriosklerose etc. eine heilsame Wirkung hat.

Außerdem enthält der Apfel Quercitin. Dieser Stoff wirkt antibakteriell, pilz- und entzündungshemmend und ist als Anti-Allergikum eingestuft. Quercitin ist einer der bekanntesten Stoffe für den Zellschutz und wird als Anti-Cancerogen (gegen Krebsleiden) genutzt.

Äpfel besitzen eine blutreinigende Wirkung, daher können mit Äpfeln auch Hauterkrankungen wie hartnäckige Ekzeme behandelt werden.

Kraftprotz Apfelessig

Zur allgemeinen Vitalisierung und Kräftigung kann auch Apfelessig beitragen. Morgens, auf nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser mit 2 Teel. Apfelessig und 2 Teel Honig trinken, in kleinen Schlucken. Man fühlt sich vitaler, wacher, leistungsfähiger, die Haut wird straffer und erscheint jünger.

Apfelessig-Kur bei Verstopfung, bakteriell bedingten Magen-Darmerkrankungen, Sodbrennen, Völlegefühl und nervös bedingten Verdauungsstörungen. Apfelessig unterstützt die Ausscheidungsorgane Nieren, Darm, Lunge und Haut bei der Entgiftungsarbeit, ist also hervorragend geeignet als Hilfe zum Entgiften und Entschlacken.

Auch bei Zahnfleisch-entzündungen, Paradontose, Mundgeruch ist Apfelessig ein probater Helfer. Mehrmals täglich Mundspülungen mit einer Lösung aus einem Esslöffel Essig in einem kleinen Glas Wasser ohne Honig (!), außerdem vor den Mahlzeiten ein Glas Mineralwasser mit einem Esslöffel Apfelessig trinken.

Bei Muskelschmerzen empfiehlt sich ein Bad mit 1-2 Tassen Apfelessig. Den Körper massieren und reiben (z.B. Luffaschwamm oder Massagebürste) im warmen Wasser. Von unten nach oben- Füße bis Kopf. Nach dem Bad sollten Sie in Wärme ruhen.

Unverdünnter Apfelessig wird als Umschläge bei Prellungen, Blutergüssen und Schwellungen oder Muskelzerrungen angewendet. Dazu weicht man ein Tuch in den Essig ein, legt es auf die Schwellung etc., wickelt ein weiteres Tuch darum und lässt es 5-10min einwirken. Danach wiederholen.

Bei Schnupfen mischt man Apfelessig und Wasser 1:1, füllt die Mischung in ein Gefäß und spült damit erst das eine, dann das andere Nasenloch. Dies kann öfter wiederholt werden.

Sehr gute Erfahrungen habe ich in meiner Praxis auch mit Apfelessig bei Nagel- Fußpilz und Warzen am Fuß gemacht.
Dazu macht man täglich ein Fußbad mit dem Essig und betupft zusätzlich die befallenen Stellen mit einem Wattebausch. Allerdings sollten Sie die Anwendung längere Zeit durchführen. Da Pilzbefall immer auch den Verdacht nahelegt, dass es einen Dysbalance im Darm gibt, ist es sinnvoll, gleichzeitig eine Apfelessig-Trinkkur sowie die oben beschriebene Apfelkur durchzuführen. Die Apfelkur kann ruhig auch 2-3 Tage am Stück angewendet werden.

Auszüge aus Natur & Heilen, September 9/2016

Jutta Reuß am 06.12.2016