Weihnachtsbäckerei mit heilsamer Wirkung

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Was spricht dagegen die Wirkung von Heilkräutern mit dem leckeren Genuss von Weihnachtsplätzchen zu vermischen?
Folgende Kräuter können gezielt in der Backstube verwendet werden:

  • Zimt, Ingwerwurzel: appetitanregend, verdauungsfördernd, wärmend
  • Nelke, Muskatnuss, Galgant, Ingwerwurzel: keimtötend
  • Anis, Fenchel, Kümmel: blähungstreibend
  • Estragon, Schafgarbe: leberschützend
  • Meerrettich, Brunnenkresse: antiarteriosklerotisch
  • Eibisch, Thymian: schleimlösend
  • Lavendel: beruhigend, schlaffördernd
  • Muskatnuss: stimmungsaufhellend

Getrocknete Kräuter schmecken um einiges intensiver, da die ätherischen Öle beim Trocknen konzentriert werden. Die Gewürze erst kurz vor der Verwendung pulverisieren oder mahlen. Wer ein intensiveres Aroma wünscht, kann die Kräuter kurz vor der Verwendung in Öl anrösten.

Grundsätzlich ist es für die gesunde Küche günstig, statt dem üblichen Kochsalz Natursalz zu verwenden. Dies enthält 84 verschiedene Elemente im Gegensatz zum aus Natrium und Chlorid bestehende Kochsalz.

Als gesunde Zuckeralternative können Birkenzucker (Xylit) oder Kokosblütenzucker verwendet werden. Beide sind für Diabetiker geeignet und haben einen wesentlich niedrigeren glykämischen Index. Kokosblütenzucker schmeckt nicht nach Kokos sondern hat einen kräftigen Karamell ähnlichen Geschmack. Diese Zucker eignen sich auch hervorragend zum Abnehmen. Man kann die angegebenen Zuckermengen in den Rezepten 1:1 austauschen.

Aus der Zeitschrift Natur&Heilen, Ausgabe Dezember 12/2016 habe ich Ihnen 3 Rezepte ausgesucht mit Kräutern:

Lavendelkekse

  • 150g Butter,
  • 120m Kokosblütenzucker,
  • 1 Ei
  • 1-2 Eßl frische oder getrocknete Lavendelblüten,
  • 100g Dinkelmehl,
  • 70g Hirsemehl,
  • 1 Teel. Backpulver / Weinsteinpulver,
  • 1 Prise Natursalz,
  • Lavendelblütenzucker zum Bestäuben

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Das Ei dazugeben und nochmals schaumig rühren. Lavendelblüten, Salz und Mehl unterheben. Anschließend den Teig löffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und bei 180°C ca 15min backen. Noch warm mit Lavendelblütenzucker bestreuen.

Rosmarin-Orangen-Plätzchen

  • 200g Emmer-Mehl
  • 200g zimmerwarme Butter
  • 120g Birkenzucker
  • 1 Ei
  • 125g Walnüsse
  • 1 unbehandelte Bio-Orange,
  • 1 Tl Back-/Weinsteinpulver
  • 1 Tl gemahlene Vanille,
  • 2 Tl Zimt,
  • 1 Prise Natursalz
  • 3 kleine Rosmarinzweige

Butter mit Zucker, Salz, Vanille und dem Ei schaumig rühren. Orangenschale abreiben, die Hälfte der Orange auspressen und beides dazugeben. Rosmarinnadeln von den Zweigen streifen und sehr fein hacken. Etwa 2/3 davon mit dem Mehl, Backpulver, Zimt und den gemahlenen Walnüssen mischen, zur Buttermasse geben und alles verrühren. Den Teig ½h im Kühlschrank kaltstellen. Dann kleine Mengen der Masse mithilfe von 2 Teelöffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit dem Rest des Rosmarins bestreuen. Bei 170°C ca 10-12min backen.

Ingwerlebkuchen

  • 300m Emmer-Mehl
  • 160g Birkenzucker
  • 1 Ei
  • 2 El Natron
  • ½ Tl Natursalz
  • 1 Tl Zimt, gemahlen
  • 2 Tl Ingwer, gemahlen
  • ½ Tl Nelken
  • ¼ Tl Nelkenpfeffer
  • ¼ Tl Pfeffer, schwarz
  • abgeriebene Schale von 2 Bio-Orangen und 2 Bio-Zitronen

Butter mit Zucker und Ei schaumig rühren. Die abgeriebenen Orangen- und Zitronenschalen dazugeben. Mehl mit Natron, Salz und den Gewürzen nach und nach hinzufügen. Den Teig für zwei bis drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach walnussgroße Kugeln formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und bei 185°C 10-12 min backen.

Auszüge aus Natur & Heilen, Dezember 12/2016

Jutta Reuß am 06.12.2016